Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine faszinierende und vielseitige Technologie. Mehrere Nobelpreise wurden an MRT-Forscher verliehen. Obwohl sie in erster Linie in der medizinischen Forschung und klinischen Diagnostik eingesetzt wird, reichen ihre Anwendungsmöglichkeiten weit darüber hinaus. Mit anderen Worten: MRT kann verwendet werden, um detaillierte, nicht-invasive In-vivo-Karten von Samen, Früchten, Wurzeln und Blättern zu erstellen. Sie ermöglicht es, Wachstum, Stoffwechsel und Bewegung von Molekülen auf eine Weise zu verfolgen, die sonst nicht möglich wäre.
Was passiert, wenn eine Pflanze in einen MRT-Scanner platziert wird? MRT-Geräte verfügen in der Regel über ein starkes statisches Magnetfeld. Dieses Magnetfeld richtet die Spins der Protonen in Wasserstoffatomen aus, die dann durch Radiowellen aus ihrer Ausrichtung gebracht werden. Während sich die Spins allmählich wieder ausrichten, senden sie ein Signal aus oder resonieren. Je nach chemischer Umgebung resonieren sie mit unterschiedlichen Frequenzen. Auf diese Weise können verschiedene Gewebe mit unterschiedlichen chemischen Eigenschaften sichtbar gemacht werden. Wasserstoffprotonen, die aufgrund von Wasser und Lipiden in Pflanzen reichlich vorhanden sind, lassen sich daher leicht messen, aber auch andere Kerne können nachgewiesen werden. Für weitere Einzelheiten verweisen wir hier auf die Publikation Borisjuk et al., New Phytologist 2023.
Die MRT ist eine technisch anspruchsvolle Methode. Wenn Sie potenzielle Anwendungsmöglichkeiten haben, kontaktieren Sie uns bitte, um mehr zu erfahren. Wir unterbreiten Ihnen gerne ein individuelles Angebot.